Friends of Uranus

Pluto, verehrte Damen und Herren, ist bekanntlich mit Schimpf und Schande aus den Reihen der hydrostatisch equilibrischen Himmelskörper gejagt worden. Uranus dagegen bleibt unbehelligt - warum bloß? Ganz einfach: Weil er mächtige Freunde hat...

Hinter den Friends of Uranus verbirgt sich in Wirklichkeit nur deren einer. Den sollte man aber nicht unterschätzen, wie seines Schützlings anhaltender Planetenstatus deutlich macht. Nur mit seinem Laptop bewaffnet zieht F.O.U. quer durch das Spektrum der elektronischen Musik, mal melancholisch, mal mit Anspielungen auf die eigene Punkrock-Vergangenheit, immer auf der Suche nach dem Nicht-Ganz-Normalen. Denn wieso sollte man schon Bekanntes nachahmen, wenn ein ganzer Kosmos nur darauf wartet, entdeckt zu werden?

Der musikalische Werdegang von F.O.U. ist seit jeher geprägt vom Schweifen in die Ferne. Von den Anfängen als Schlagzeuger der HC-Gruppe Prohaska, die - ja, sowas gibt es wirklich - Ender der Neunziger vor allem in Japan erfolgreich war, über Streifzüge durch die Indie- und Elektroszene bis zum aktuellen Projekt, bei dem sich F.O.U. mit seinen gesammelten Erfahrungen im Gepäck aufmacht, die Weiten des virtuellen Klangraumes zu erkunden. Klassische Songstrukturen werden verfremdet, analoge und synthetische Klänge verbinden sich zu eigenständigen Soundkonzepten. Und so weit das Spektrum reicht, aus dem F.O.U. seine Inspiration schöpft, so weit öffnen sich die Songs dem Zuhörer: Dem tanzenden Volk bieten sie ausgezeichnetes Zappelmaterial, die audiophilen Genießer laden sie zur Schnitzeljagd durch Harmonie- und Rythmuskonstruktionen.

Besetzung

  • F.O.U.